Phadia

Phadia ist ein global führendes Unternehmen für In-Vitro-Allergiediagnostik, das sich auf die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb kompletter Blutsysteme zur Unterstützung der klinischen Diagnose von Allergien und Autoimmunerkrankungen spezialisiert hat.

Mit Haupsitz im schwedischen Uppsala ist Phadia an neunzehn Standorten weltweit vertreten und beliefert mehr als 3.000 Labore in 60 Ländern.

Unser Investment

Phadia war zwar in der Allergiediagnostik weltweit führend, verzeichnete jedoch innerhalb des Pfizer-Konzerns nur relativ schwache Wachstumsraten und passte unter strategischen Gesichtspunkten nur unzureichend zu den anderen Geschäftssparten des Konzerns.

Wir verfügen über umfangreiche Kenntnis der Healthcare-Branche und haben besondere Erfahrung bei Investitionen in der Diagnostik, da wir zuvor bereits an Oxoid, einem Anbieter von Diagnostiklaboren für die Mikrobiologie, beteiligt waren.

Im Jahr 2004 arbeiteten wir mit dem Pharmaindustrieberater Iain Ross, dem früheren CEO von Allergy Therapeutics, zusammen und kamen zu der Überzeugung, dass die Bereiche Allergie und Allergiediagnostik weiteres Wachstumspotenzial boten.

Vor allem waren wir überzeugt, Phadia bei der Einführung der In-Vitro-Allergiediagnostik im US-amerikanischen Markt unterstützen zu können, einem Markt, in dem Allergietests bis dahin ausschließlich unter Verwendung von sogenannten „Skin Prick“-Tests durchgeführt wurden.

Außerdem sahen wir bei Phadia ebenfalls die Möglichkeit, durch die Eigenständigkeit die operative Effizienz zu steigern und nachhaltig Kosten zu senken. Ein größeres Kapitalinvestitionsprogramm zur Ausstattung der Labore seiner Kunden mit diagnostischen Geräten der nächsten Generation hatte das Unternehmen bereits abgeschlossen; dank der damit verbundenen Verbesserung der Kostenkontrolle und einem guten Betriebskapitalmanagement konnte Phadia in den kommenden Jahren einen starken Cashflow generieren.

Wertsteigerung

Der Erwerb des Unternehmens umfasste eine sehr komplexe Ausgliederung aus dem Pfizer-Konzern, bei der neunzehn einzelne Unternehmensteile herausgekauft und ebenso viele aufsichtsrechtliche Anmeldungen gleichzeitig durchgeführt werden mussten; allerdings verfügt unser Team auch bei solch komplexen Transaktionen über umfassende Erfahrung.

Wir unterstützten den Ausbau des bestehenden Management-Teams um weitere Vorstands- und Verwaltungsratsmitglieder, um die Effizienz der Management-Prozesse zu steigern und das internationale Wachstum weiter voranzutreiben. Mit diesen zusätzlichen Management-Ressourcen waren wir in der Lage, schnell ein Kosteneffizienzprogramm zu implementieren – mit dem Ergebnis eines sofortigen und nachhaltigen Gewinnanstiegs.

Unmittelbar nach unserem Einstieg investierten wir in ein Pilotprogramm in den USA, stellten Außendienstmitarbeiter ein und konnten in Folge nachweisen, dass der US-Markt für das In-Vitro-Testverfahren bereit war. Parallel dazu trieb Phadia die Forschung und Entwicklung eines Allergietests für Arztpraxen („Doctor’s Office Allergy Test“) weiter voran, welcher kurz nach unserem Exit seine FDA-Genehmigung erhielt.

Im Jahr 2005 unterstützten wir die Buy-&-Build-Pläne des Management-Teams mit dem Kauf eines wichtigen Zulieferers seltener Allergene für 44 Millionen Euro. Mit dieser Transaktion gewann Phadia eine größere Liefersicherheit sowie höhere Gewinnspannen.

Ergebnis

Dank seines starken Cashflows konnten wir Phadia im September 2005 refinanzieren und dabei 105 Prozent der Investitionen an unsere Investoren zurückzahlen. Im Jahr 2006 initiierten wir einen „Dual-Track“-Verkaufsprozess, bei dem neben Bieterverfahrens für strategische Käufer und Interessenten aus der Private-Equity-Branche auch die Option eines Börsengangs bestand.

Im Januar 2007 verkauften wir das Unternehmen für 1,3 Milliarden Euro an Cinven. Dabei erzielten wir einen Cash-Multiple von 4,8 sowie eine jährliche Verzinsung (IRR) von 96 Prozent. Von der BVCA (British Private Equity and Venture Capital Association) wurde die Transaktion als „Large Deal of the Year 2007“ ausgezeichnet.

Branche

Gesundheitswesen

Land

Schweden

Erstinvestition

2004

Exit

2007

Transaktionsvolumen (nach Veräußerung)

€1,3 Mrd.

Fonds

Mid-Market-Fonds

Stand

Frühere Beteiligungen

Internet

phadia.com

Strategie

Zahlen & Fakten

BVCAs „Large Deal of the Year 2007”

Jährliche Verzinsung (IRR) von 96 Prozent

Kunden aus 60

Ländern

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